An die Stadtverordneten aller Kommunen im Main-Taunus-Kreis
Bitte um Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Aufnahme von Flüchtlingen März 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit über 20 Jahren gibt es von Seiten der Kirchen ein Beratungs- und Unterstützungsangebot für ausländische MitbürgerInnen und eine engagierte Flüchtlingsarbeit. Koordiniert wird diese Arbeit von der evang. und katholischen Kirche im MTK, die mehrmals im Jahr zu einem Runden Tisch: „Viele Kulturen - eine Zukunft“ Flüchtlingsarbeitskreise, Ausländerbeiräte, Vertreter der Kreistagsparteien, der Gewerkschaften und engagierte Einzelkämpfer einladen. Ziele sind, sich gegenseitig über neue Entwicklungen zu informieren, Anliegen der Betroffenen gegenüber den Kreisbehörden (Ausländerbehörde, Sozialamt) zu vertreten und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zu gestalten.
So ist im September 2008 bei der gemeinsamen Veranstaltung in Bad Soden zum Tag des Flüchtlings über die Save-me-Kampagne informiert und der Vorschlag, auch eine solche Kampagne im MTK durchzuführen, aufgegriffen worden (Nähere Informationen auf der unserer Homepage: http://www.save-me-hofheim-mtk.de/kampagne.html )
Bei der Kampagne geht es um die Aufnahme von Flüchtlingen, die seit vielen Jahren in Flüchtlingslagern leben und vom UNHCR für eine Aufnahme in Europa vorgeschlagen werden.
Ziel unserer Kampagne ist es zu erreichen, dass jede Kommune beschließt, pro 1000 Einwohner einen Flüchtling, der nicht mehr in sein Herkunftsland zurück kann, aufzunehmen.
Jeder, der die Kampagne befürwortet und sie mit seinem Namen unterstützen möchte, kann sich auf dieser Seite als Patin oder Pate eintragen. Damit erklären sich die Patinnen und Paten gleichzeitig bereit, die Flüchtlinge bei ihrer Integration im MTK zu unterstützen.
Deshalb bitten wir Sie, sich dieses Anliegen zu eigen zu machen, und einen Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung herbeizuführen, indem Sie die Bereitschaft erklären, einen Flüchtling pro 1000 Einwohner aufzunehmen und ihm eine neue Chance auf ein Leben in Würde zu geben, da er nicht mehr in sein Heimatland zurück kann und jetzt mit vielen anderen in menschenunwürdigen Lagern lebt.
Bereits im Sommer letzten Jahres haben wir die Bürgermeister/Innen über dieses Vorhaben informiert.
Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Adam, Koordinator der Save-me-Kampagne Hofheim -MTK

